Die Sache mit dem Schwindel

Tritt der Schwindel bei mir auf und das macht er bevorzugt ganz plötzlich oder gerne auch nachts, dann bekomme ich sofort Angst und Panik. Mir wird zusätzlich noch übel, mein Herz rast und der Blutdruck steigt rasant an.

Schwindel begleitet mich von Anfang an. Er war einer der ersten Symptome, neben Herzrasen, Atemnot und Zittern.

Schwindel ist ein schreckliches Gefühl von Kontrollverlust über den eigenen Körper. Er macht Angst und zieht einem sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weg.

Es gibt viele Arten von Schwindel: Drehschwindel, Schwankschwindel, Lagerungschwindel, HWS-Schwindel, psychogener Schwindel …. und die Ursachen können vielfältig sein.

Angstpatienten leiden häufig unter psychogenem Schwindel, so auch ich. Stress, Sorgen und Ängste führen zu einem seelischen Ungleichgewicht. Das kann sich als Benommenheit äußern, oder ein Fallgefühl, weil der Boden vermeintlich wankt. Es ist ein furchtbar unangenehmes Gefühl und sorgt dafür, dass man neben seiner Angst immer unsicherer wird. Unsicher im Stehen, im Gehen … in allem was man eben macht. Toll ist es, wenn man zusätzlich zum psychogenen Schwindel auch noch unter dem HWS-Schwindel und dem Lagerungsschwindel leidet, so wie ich. Dann hat man eigentlich irgendwie immer mit Schwindel zu tun. Ich hasse das!

Tritt der Schwindel bei mir auf und das macht er bevorzugt ganz plötzlich oder gerne auch nachts, dann bekomme ich sofort Angst und Panik. Mir wird zusätzlich noch übel, mein Herz rast und der Blutdruck steigt rasant an. Und immer habe ich diese furchtbare Ungewissheit in mir, ob ich nicht doch bald tot umfalle. Und diese Angst davor macht es alles nur noch schlimmer und die Spirale der Angst, die Angst vor der Angst, die Angst vor dem Schwindel und dem Tod dreht sich immer weiter und weiter …. bis ich wieder einmal kurz davor bin, den Krankenwagen zu rufen. Wohlwissend, dass ja eigentlich nichts ist.

Oft tritt der Schwindel bei mir auf, wenn zusätzlich zu meiner Grundangst und – anspannung noch weitere belastende Situationen auftreten, wie z.B. aktuell der Tod einer lieben Freundin oder auch wenn ich hormonell durch den Wind bin, wie z. B. während meiner Periode oder ganz krass nach den Geburten meiner Kinder.

Der letzte Schwindelanfall war letzte Nacht. Ich wurde von meinem Sohn geweckt und merkte dann, dass ich auf die Toilette muss. Ich wollte daher aufstehen und dann kam er und hinderte mich erstmal 1 Stunde lang auf die Toilette gehen zu können. Mein Mann war zum Glück da und half mir, aber die Nacht war erledigt. Ich kam gar nicht mehr zur Ruhe, geschweige denn in den Schlaf, denn der Schwindel kam sofort zurück, sobald ich meinen Kopf nach hinten legen wollte.

Ich bin dann heute direkt zu meiner Hausärztin, die auch gleichzeitig Psychotherapeutin ist und mich schon seit Jahren sehr gut kennt. Sie hat alle notwendigen neurologischen Test gemacht, mich beruhigt und festgestellt, dass mein Schwindel zu 99% von meinen Verspannungen im Nacken kommen, ich also ein HWS-Syndrom habe. Zusätzlich noch die belastenden Situationen und mein Körper kann nicht anders reagieren, als mir den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Ein scheiß Gefühl!!! Natürlich hat sie auch noch Blut abgenommen und ich bekomme zur Kontrolle nochmal eine Langzeit-Blutdruckmessung und noch ein paar andere Dinge.

Schwindel … ein Symptom bei Angstpatienten und ein Zeichen dafür, dass man sich einfach viel zu viele Gedanken um Gott und die Welt macht und das man sich so viele Sorgen um sich und andere macht, dass es ja völlig klar ist, dass einem davon schwindelig wird.

Kennt ihr das auch?

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